Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft

Neuigkeitenarchiv

Workshop mikrobielle Brennstoffzelle

03.01.2017

 

Erfolgreicher Workshop zum Thema mikrobielle Brennstoffzellen am 21. und 22. November in Goslar

Das Interesse am Thema „Mikrobielle Brennstoffzelle“, und damit auch die Zahl der wissenschaftlichen Publikationen ist stark angestiegen. Gleichzeitig widmeten sich bisher nur wenige Arbeiten der Anwendung im Bereich „Kommunales Abwasser“.

Der Workshop ermöglichte eine Standortbestimmung hinsichtlich der Entwicklung der Mikrobiellen Brennstoff- und Elektrolysezelle in Deutschland. In den letzten Jahren sind große Entwicklungsfortschritte erzielt worden. Dies ist auch auf die  stark ausgeweitete Forschungsförderung zurückzuführen, u. a. im Rahmen der ERWAS-Projekte. Es konnten neue Anwendungspotenziale aufgezeigt werden, z. B. im Bereich der Synthese von Ausgangsprodukten chemischer Prozesse (siehe Arbeiten im ERWAS-Projekt „BioMethanol“), Wasserstoff-Produktion, Entsalzung etc. Dennoch existieren zahlreiche offene Fragen und damit weiterer Forschungsbedarf u.a. in den Bereichen: Stickstoff-Umsetzungen in der MBZ, Möglichkeiten beim Abbau von Spurenstoffen und Optimierung von Materialien (Membran zwischen den Elektrodenkammern, Elektroden), die gleichzeitig kostengünstig sein müssen.

Die Hauptbarrieren für eine Überführung in eine praktische Anwendung sind derzeit noch zu hohe Kosten, z. B. für Elektrodenmaterialen und ein zu großer Raumbedarf (nach Berechnungen der AG Wichern (Bochum) größer als existierende Belebungsbeckenvolumina; nach Angaben aus dem Projekt Bio-BZ wird pro Einwohnerwert eine Elektrodenfläche von ca. 1 m2 benötigt)

Als Einsatzbereich bieten sich zunächst eher kleinere Kläranlagen an. Dies liegt zum einen an der bisher zu erwartenden Leistungsfähigkeit der Bio-BZ; zum anderen tritt hier keine Konkurrenz um organische Substrate mit vorhandenen Faultürmen auf. Zudem ist aus heutiger Sicht der Einsatz im Bereich kleinerer Volumenströme (Prozesswasser, Zentrat) sinnvoll. Ein weiterer denkbarer Einsatzbereich sind Industrieabwasseranlagen (andere Bedingungen, z. B. sehr hoher CSB in Papierindustrie, Lebensmittelindustrie, etc.). Wesentliche Kriterien werden neben der Wirtschaftlichkeit auch Bedienbarkeit und Betriebsstabilität (Robustheit) sein

Der Workshop hat einen signifikanten Beitrag zu einer guten Vernetzung der Community geleistet. Er stellte aber nur einen ersten Schritt dar, mit den vorhandenen Ergebnissen stärker auf die allgemeine Fachöffentlichkeit und auf die Praxis zuzugehen.

Die Pilotanlage auf der Kläranlage Goslar (im Bau; erstes Modul funktionsbereit) wird ein hervorragendes Demonstrationsobjekt für die Möglichkeit der Gewinnung elektrischer Energie aus Abwasser darstellen. Sie ist die erste Anlage in Deutschland, die auf einer Kläranlage elektrischen Strom aus Abwasser produziert. Da sie modular aufgebaut ist, können verschiedene Konstellationen und Designs parallel getestet werden. Die Anlage kann auch dazu dienen, weitere Forschungsarbeiten durchzuführen und neuen Fragestellungen nachzugehen.

 

Wissenschaftsgeschichten im Anthropozän: Science Slam zum Thema Nachhaltigkeit

03.01.2017

Zehn Minuten, eine Bühne und ein neugieriges Publikum, das ist der Rahmen, in dem vier junge WissenschaftlerInnen erzählt haben, wie der Weg zu mehr Nachhaltigkeit aus Sicht der Forschung aussehen könnte. Der vom ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung organisierte Science Slam „Wissenschaftsgeschichten im Anthropozän“ fand am 9. November im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt statt. Die Videos des Science Slams können jetzt online angesehen werden.

>> Mehr Informationen und Videos

 

Start des Kopernikus-Projekt ENavi

28.12.2016

Werden in Zukunft mehr Elektroautos oder Wasserstoff-Busse über Deutschlands Straßen fahren? Wo sollte das Stromnetz mit Erdkabeln ausgebaut werden und wo fehlt dafür die Akzeptanz in der Bevölkerung? Antworten auf diese Fragen sucht das Kopernikus-Projekt ENavi, das ein Navigationsmodell für die Energiewende erstellen wird. 200 Teilnehmer diskutieren über die ersten drei Jahre der Förderung bei ihrem ersten Arbeitstreffen vom 19. bis 21. Dezember 2016 in Berlin.

>> Weitere Informationen

Interaktive Karten zur Stromerzeugung in Deutschland

31.10.2016

Das Online-Projekt Carbon Brief hat die aktuellen Daten zur deutschen Stromerzeugung in einer interaktiven Karte aufbereitet. Auch das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) hat eine detaillierte Landkarte zur Stromerzeugung in Deutschland erarbeitet. 

>> Carbon Brief 

>> UFZ

Dokumentation Abschlusskonferenz zur umwelt- und gesellschaftsverträglichen Transformation des Energiesystems

28.10.2016

Die 33 Forschungsverbünde der seit vier Jahren laufenden Fördermaßnahme "Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems" stellten am 4. und 5.10.2016 auf der Abschlusskonferenz in Berlin ihre Ergebnisse vor. Eine Dokumentation der von 250 Teilnehmern und Teilnehmerinnen besuchten Veranstaltung mit Vorträgen und Pressemeldungen findet sich auf der Veranstaltungs-Website. Ebenso können auf dieser Website auch die Ergebnisblätter aller Projekte herunter geladen werden.

>> Informationen

Was ist das EEG-Konto und wie funktioniert es?

28.10.2016

Die Einnahmen mit den Ausgaben verrechnen – das Prinzip kennt jeder Inhaber eines Bankkontos. So funktioniert auch das EEG-Konto, auf das die Vergütungen und Verkaufserlöse für erneuerbaren Strom gebucht werden. Weitere Infos im Newsletter des BMWi

>> Informationen